Konjunkturhilfe: Mehrwertsteuer sinkt von 19 auf 16 Prozent

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Tipp: Zählerstand von Strom und Gas am 1. Juli notieren

Damit hat bei der ganzen Diskussion um Autoprämien und Kinderbonus keiner gerechnet: Am 1. Juli 2020 sinkt in Deutschland die Mehrwersteuer von 19 auf 16 Prozent, der ermäßigte Satz von sieben auf fünf Prozent. Der Staat will so die Coronakrise bekämpfen.

Die Senkung des Mehrwertsteuersatzes um drei Prozentpunkte von 19 auf 16 Prozent ist in der Nacht beschlossen worden. Der ermäßigte Steuersatz, der unter anderem für Lebensmittel gilt, soll von sieben auf fünf Prozent sinken. Die Idee ist klar: Durch die gesunkene Mehrwersteuer sollen Produkte und Dienstleistungen günstiger werden, der Bürger spart also und die gebeutelte Wirtschaft wird im Idealfall angekurbelt. Die Senkung ist temporär und soll Ende des Jahres wieder auslaufen, sie gilt also vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020.

Allerdings ist damit zu rechnen, dass die Steuersenkung nicht komplett beim Bürger ankommt. Der Handel wird wohl in einigen Fällen einen Teil der Senkung für sich behalten – oder manche Preise gar nicht senken. Es liegt beim Kunden, ob er dieses Spiel mitmacht oder zur Konkurrenz geht.

Wird die Senkung komplett durchgereicht, kann sie durchaus Wirkung entfallen. So kostet eine Tankfüllung von bisher 70 Euro dann beispielsweise dann nur noch 68,23 Euro. Ein Smartphone zum Preis von 500 Euro würde dann 487,39 Euro kosten, ein Autokauf über 30.000 Euro verbilligt sich auf 29.243 Euro. Der gleiche Effekt gilt für fast alle Bereiche des täglichen Lebens, also auch Handwerkerrechnungen, Reisen und Friseurbesuche, nicht aber für Mieten – diese sind für Verbraucher in der Regel mehrwertsteuerfrei. Anders ausgedrückt: Ein Haushalt mit monatlichen Ausgaben von 1000 Euro spart durch die Senkung bis Ende des Jahres knapp 150 Euro.

Mit der nun geltenden temporären Regelung ist die Mehrwersteuer so niedrig wie seit 14 Jahren nicht mehr, der ermäßigte Steuersatz lag zuletzt 1968 bei fünf Prozent – also vor über 50 Jahren. Familien profitieren übrigens doppelt: Sie erhalten den Beschlüssen zufolge pro Kind einen Bonus von 300 Euro, der mit dem Kindergeld ausgezahlt werden soll.

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