Strompreise

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Urnchris7
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Strompreise

Beitrag von Urnchris7 » 23.12.2017, 17:38

Hallo Leute,
es ist mal wieder so weit. Bald ist Januar und sämtliche Rechnungen wie Haftpflicht für das Auto, Feuerversicherung usw. steht an. Das geht ganz schön ins Geld und natürlich muss man auch mal wieder zu sämtlichen Ärzten und die Verlangen natürlich auch einiges. Und damit es es im Haus auch schön warm und hell hat muss der Strom auch bezahlt werden. Das sind bei mir die größten Kosten glaube ich.. Kann sein, dass es vielleicht an den ganzen alten Geräten liegt aber ich hab zur Zeit einfach nicht das Geld um mir da neuere zu kaufen (die sind nämlich auch extrem teuer). Hab mir jetzt mal überlegt vielleicht den Stromanbieter zu wechseln aber da gibt es ja auch voll viele Anbieter. Da den billigsten zu finden dauert ewig und die Zeit dafür hab ich echt nicht.
Könnt ihr mir da vielleicht helfen?



NettoGhetto
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Re: Strompreise

Beitrag von NettoGhetto » 24.12.2017, 01:26

Also den Stromanbieter zu wechseln, ist sicherlich eine Möglichkeit, die Kosten zu minimieren, aber das ganze wird dir nichts bringen, wenn Du dein Verhalten nicht änderst.

Genauso wichtig, wie der Strompreis, ist es, im Haushalt möglichst effizient/kostensparend zu handeln.

Sprich - beim Kochen immer den Deckel auf Topf oder Pfanne setzen, beim Kochen auch die Restwärme mit einplanen, also nicht bis Ultimo volles Pfund die Platten laufen lassen, sondern halt auch mal für die letzten paar Minuten des Kochvorgangs entweder runterdrehen oder komplett abschalten.

Man kann auch Wasser im Wasserkocher aufkochen und dann erst zum kochen von Kartoffeln oder sonstigen Lebensmitteln umfüllen.

Wenn man einen elektrischen Wasserboiler an der Wand hat, auch mal kritisch hinterfragen, ob beim abwischen der Arbeitsplatte in der Küche permanent das Wasser laufen muss, da dort sogar doppelte Kosten entstehen (Strom UND Wasser).

Bei der Beleuchtung auf LED umrüsten. Man muss ja nicht von einen Tag auf den anderen seinen kompletten Haushalt umrüsten, aber man fängt zB im Wohnzimmer an (dort wird ja wohl im Regelfall am häufigsten das LIcht einschalten) und nachdem nach und nach die alten Glühbirnen den Geist aufgegeben haben, wechselt man halt auf LED.

Bei Stromverbrauchern überlegen, ob die wirklich 24/7 am Netz sein müssen, zB der Kühlschrank im Partykeller, der eh dauernd leer ist.
Oder bei TV/Anlage/Konsole/Computer/Drucker/Scanner/Küchengeräte schauen, ob die wirklich immer im Stand By sein müssen. Ähnliches bei ungenutzen Ladekabeln von Handy, tragbares Haustelefon oder was auch immer.

Das sind viele Kleinigkeiten, die JETZT vielleicht leichte Panik auslösen, weil man Gewohnheiten ändern muss, aber am Ende ist und bleibt es halt eine Gewohnheit, die aber durch richtiges (sinnvolleres) Verhalten Geld sparen wird.



traut
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Re: Strompreise

Beitrag von traut » 27.12.2017, 14:59

Man kann auch Wasser im Wasserkocher aufkochen und dann erst zum kochen von Kartoffeln oder sonstigen Lebensmitteln umfüllen.
Welchen Vorteil soll das haben?

Sowohl Wasserkocher als auch Kochfelder haben Wirkungsgrade von quasi 100 % - alle elektrische Energie wird zur Wärme.

Wasserkocher heizen das Wasser direkter auf als Kochfelder, von der Heizspirale zum Ceranglas (oder Kochplatte), von dort zum Topfboden und erst von dort zum Wasser. Aber dieser Aufheizweg bleibt gleich, wenn man trotzdem noch das Kochfeld nutzen muss. Im Gegenteil muss bei Nutzung des Wasserkochers ja auch noch der selbst aufgewärmt werden.

Genauso muss man sich überlegen, ob es sich lohnt, warmes Wasser aus der Wasserleitung zum Kochen zu verwenden. Typischerweise ist es effizienter, das Warmwasser mit Gas- oder Ölheizung zu erwärmen. Aber ist die Leitung kalt und muss erst aufgewärmt, kaltes Wasser abgelassen werden, dann ist der Vorteil dahin. Braucht man aber sowieso warmes Wasser zum Abwaschen o.ä., dann lohnt sich das warme Wasser aus der Leitung eher.

Bei uns kochen wir mit Gas - und weil der Verbrauch zum Kochen geringer ist als die Grundgebühr der Gaswerke kochen wir mit Gas aus der Propangasflasche.

Unsere Spülmaschine hängt direkt am Warmwasser - das kommt im Sommer von der Solaranlage, im Winter von der Pelletsheizung.

LED sind ein nettes Detail zur Senkung des Stromverbrauchs. Aber zum echten Sparen sollte man erst mal die Großverbraucher identifizieren. Typischerweise sind das:
* Waschmaschine - braucht's wirklich 90 statt 60 Grad, 40 statt 30 Grad? Ist die Maschine wirklich voll?
* Trockner - heizt man mit Abluft zum Lüftungsrohr raus oder bleibt beim Kondenstrockner die Wärme im Haus? Braucht man überhaupt den Trockner oder kann man (ausser im Winter) die Wäsche zum Trocknen raus hängen?
* PC: Braucht's den Spiele-Boliden mit 1000-Watt-Netzteil oder ist man mit dem 25-Watt-Laptop sogar universeller unterwegs

Besonders interessant ist die Suche nach den (un-)heimlichen Stromverbrauchern - z.B. Netzteile, die immer im Leerlauf am Netz hängen und einen Eigenverbrauch von mehreren Watt haben. Selbst zehn kleine Netzteile mit Eigenverbrauch von je 1 W verheizen zusammen vielleicht mehr Energie als man zur normalen Beleuchtung braucht im Jahr braucht.



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