Frohe und gesegmete Weihnachten und ein gesundes, zufriedenes Neues Jahr 2013

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wong
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Frohe und gesegmete Weihnachten und ein gesundes, zufriedenes Neues Jahr 2013

Beitrag von wong » 23.12.2012, 16:57

@all,

ich wünsche euch allen Frohe und gesegnete Weihnachten und ein gesundes,
zufriedenes Neues Jahr 2013.

Würde ich mir selber etwas wünschen dürfen, dann das unser lieber Qusetionmark
doch wieder zurück kommen würde, sowie der Nomi.


In diesem Sinne.



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cosamed
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Re: Frohe und gesegmete Weihnachten und ein gesundes, zufriedenes Neues Jahr 2013

Beitrag von cosamed » 23.12.2012, 17:10

Hallo Wong

das wünsche ich mir auch das die beiden im Doppelpack zurückkommen, hoffentlich sehr bald auch...

Allen auch ein schönes Weihnachtsfest und ein glückliches und zufriedenes Jahr 2013...



batzi
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Fähigkeit, sich selbst zu sinnvollem Tun zu bestimmen

Beitrag von batzi » 25.12.2012, 19:34

ich las zum 70. in einem buch aus den 90-ern übers altern von 7 interviewpartnern paar interessante seiten. folgende sätze hatten mich beim überfliegen angesprochen. vielleicht haben andere auch lust zum nachdenken.

"Die Fähigkeit des Menschen, sich selbst auf eine bestimmte (nämlich: 'lebensglückträchtige') Weise zu sinnvollem Tun zu bestimmen, ist das zentrale Element und Kriterium für ein erfolgreiches Leben. So gesehen besteht die wichtigste Aufgabe darin, zu klären und zu verstehen, worin diese 'lebensglückverheißungsvolle Weise' des Lebens und Alterns begründet liegt, auf welchen Wegen und woraus sich Lebens-Sinn (und damit dann auch Lebens-Glück) für den einzelnen Menschen in modernen Gesellschaften eigentlich ergeben können."

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Kapitel 7 - 'Erfolgreiches' Leben:
Über die 'Produktion' von Sinn und (damit auch) Glück
aus
'Die neu gewonneneFreiheit - Vier Modelle für erfolgreiches Leben',
Gerhard Berger + Gabriele Gerngroß-Haas
(1994)

In dem Maße, in dem die vordringlicheren Grundbedürfnisse wie Essen oder Wohnen im Leben des Menschen befriedigt sind, kann sich die Fragestellung, was 'erfolgreiches' Leben (und damit auch Altern) ist, auf die Frage nach den Bedingungen und Möglichkeiten eines sinnerfüllten, glücklichen Lebens, auf die Frage nach der 'Herstellung' von Sinn und Lebensglück konzentrieren. Lebenssinn und Lebensglück - das sind aus dieser Perspektive jedoch keine Luxusgüter, sondern ebenfalls elementare Grundbedürfnisse des Menschen.

Wenn man sich daher auf die Suche nach den möglichen Wegen eines 'erfolgreichen' Alterns begibt, stößt man schnell auf jene zentrale Frage, wie sie auch der Philosoph Hermann Lübbe (*31.12.1926) in einer etwas umständlich und antiquiert wirkenden, jedoch präzisen Sprache formuliert: ob und auf welche Weise die Menschen in der Lage sind, »sich auf eine lebensglückträchtige, auf eine lebensglückverheißungsvolle Weise zu sinnvollem Tun zu bestimmen« - und von welchen Fähigkeiten und Faktoren dies abhängt.

Folgt man Lübbe weiter, so ist diese Fähigkeit des Menschen, sich selbst auf eine bestimmte (nämlich: 'lebensglückträchtige') Weise zu sinnvollem Tun zu bestimmen, das zentrale Element und Kriterium für ein erfolgreiches Leben - ganz allgemein und ganz unabhängig vom Alter. So gesehen besteht die wichtigste Aufgabe darin, zu klären und zu verstehen, worin diese 'lebensglückverheißungsvolle Weise' des Lebens und Alterns begründet liegt, auf welchen Wegen und woraus sich Lebens-Sinn (und damit dann auch Lebens-Glück) für den einzelnen Menschen in modernen Gesellschaften eigentlich ergeben können.

Zugegeben: Diese Fähigkeit, die wir hier in das Zentrum der Betrachtung stellen, von der wir sagen, ihr (möglichst frühes, möglichst lebensbegleitendes) Erlernen bilde das notwendige (wenn auch sicherlich noch nicht hinreichende) Fundament aller 'erfolgreichen' Alternsprozesse, diese Fähigkeit des Menschen, sich selbst auf 'lebensglückträchtige' Weise zu sinnvollem Tun zu bestimmen - da haben wir es mit einer sehr allgemeinen, übergreifenden, zunächst zumindest wenig konkreten Fähigkeit zu tun. Doch dies muss so sein, und zwar in dem Maße, in dem der dritte Lebensabschnitt zu einer längeren, zunehmend vielgestaltigeren biographischen Reise wird, die den einzelnen auch in ihm bislang unbekannte Gebiete führt.

Das heißt: Wir suchen nach allgemeinen, übergreifenden Fähigkeiten, die es den einzelnen erlauben, auch kaum vorhersehbare Herausforderungen der verschiedensten Art flexibel zu bewältigen. Derartige Fähigkeiten werden insbesondere im Bereich der beruflichen Bildung häufig als 'Schlüsselqualifikationen' oder auch als 'extrafunktionale' Fähigkeiten bezeichnet. Dort meint man damit allgemeine, in der Persönlichkeitsstruktur verankerte Kompetenzen, die über konkrete Kenntnisse und Fertigkeiten hinausgehen: Teamfähigkeit, Mobilität und Flexibilität, rationales Problemlöseverhalten oder auch Kreativität.

Wenn eine gewisse 'Vorbereitung' auf den dritten Lebensabschnitt überhaupt machbar und sinnvoll ist (und dafür plädieren wir allerdings sehr entschieden), dann muss es unter diesen Vorzeichen eine Vorbereitung sein, die sich nicht etwa in die Sammlung und Aufzählung relativ konkreter Regeln und 'Rezepte' für ein erfolgreiches Altern verrennt und die daher in Kursen auch kaum ausreichend zu lernen ist. Wir müssen vielmehr darüber nachdenken, wie Menschen sich in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit am besten vorbereiten - auf eine Reise, deren Verlauf sie gar nicht überschauen, auf Herausforderungen, die sie noch gar nicht kennen können.

Zunächst ist vorauszuschicken, was zu den Grundelementen des Menschenbildes in den Sozialwissenschaften gehört: Sinn, Lebenssinn ist dem Menschen nicht vorgegeben, nicht genetisch-biologisch oder irgendwie sonst. Menschen sind die einzigen Lebewesen, die über den Sinn ihres Lebens im großen und im kleinen nicht nur nachdenken können, sondern eben auch nachdenken müssen. Er ist dem Individuum nicht irgendwie oder irgendwoher vorbestimmt. Um den Menschen herum wartet eigentlich nur Chaos und ein großer sinn-leerer Raum - eine in der Tat höchst bedrohliche und angsterzeugende Erkenntnis. So haben sich etwa die Kirchen seit Jahrhunderten darum bemüht, durch übergreifende, möglichst verpflichtende Sinn-Konstruktionen diese ständige Angstquelle einigermaßen einzufassen. Ob dies dem einzelnen nun mehr oder weniger bewusst vor Augen steht, die Moderne sagt uns jedenfalls unmissverständlich: Menschen haben die Sinnhaftigkeit ihres individuellen Lebens selbst und immer wieder neu zu 'produzieren'.

Damit ist erstens deutlich: Dem Menschen steht Sinn-Gebung nicht nur offen, er ist auf Sinn-Gebung durch sich selbst unmittelbar angewiesen. So angewiesen wie auf Kleidung, Lebensmittel und ein Dach über dem Kopf. Zudem stehen Menschen heute vor der Situation, dass sie Sinngehalte ihres Lebens aus einer zunehmenden Vielfalt von Möglichkeiten gleichsam wie in einem Supermarkt auswählen können. Wir sprechen auch von einer »Pluralisierung möglicher Lebenswelten«. Damit stehen Menschen zunehmend auch vor dem Zwang, auswählen zu müssen, ihr individuelles Lebensmodell, ihren persönlichen Lebensstil aus der möglichen Vielfalt heraus zu finden. Und ein einmal gefundenes, mit Sinnhaftigkeit ausgestattetes, selbst 'definiertes' Lebensmodell ist immer häufiger dann auch wieder sozusagen 'auf den Prüfstand zu stellen', zumindest an bestimmten Entscheidungspunkten und Scheidewegen des Lebenslaufes. Denn ausgehend von den Städten verringert sich in modernen Gesellschaften die gegenseitige soziale Kontrolle, verbreitert sich das Spektrum zulässiger Lebensweisen und Lebenswelten, relativiert sich die vereinheitlichend-sinnstiftende Kraft traditionaler Institutionen (Kirche, Dorf, Familie), reduzieren sich die sinnvermittelnde Bedeutung wie auch die zeitliche Inanspruchnahme durch Berufsarbeit als einer der Hauptquellen von Lebens-Sinn. Die Menschen müssen den Sinn ihres Lebens also nicht nur selbst produzieren - sie stehen dabei auch noch vor zunehmenden Wahlmöglichkeiten, vor der 'Qual der Wahl'.

Damit wird zweitens deutlich: Die menschliche Existenz ist nicht nur eine Existenz mit prinzipiell offenen Horizonten, sie ist nicht nur von Grund auf sinn-offen. Sondern: Vor unseren Augen breitet sich heute zugleich eine immer vielgestaltigere Landschaft möglicher Lebensgestaltungen, eine wachsende Vielfalt möglicher Sinngebungen aus, die uns nicht nur 'zur Auswahl' offenstehen, sondern uns auch zur Auswahl zwingen.

So stehen die Menschen in modernen Industriegesellschaften auch in steigendem Maße vor der Aufgabe, aus diesen gewonnenen, teilweise erkämpften Dispositionsspielräumen, aus der zunehmenden, disponiblen Frei-Zeit heraus Sinn, Lebenssinn über sinn-volles Tun selbst zu produzieren. Und aus eben der Bearbeitung dieser Lebens-Aufgabe des modernen Menschen, Sinn über sinn-volles Tun (in zunehmend vielfältigeren Formen) selbst zu produzieren, entsteht, so Lübbe, Lebensglück - sozusagen als 'Abfallprodukt', als nicht direkt herstellbare Konsequenz dieses sinnvollen Tuns.

Wie gesagt: Dieses sinn-volle Tun kann heute immer vielfältigere Formen annehmen - von der klassischen Berufsarbeit bis hin zur Betätigung in fernöstlichen Sekten und zum Rückzug in privates Gärtnerglück:
. . »Noch unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war in Teilen des Ruhrgebiets für die Arbeiter der Garten eine Erwerbsquelle. Die Menschen hatten in Zuordnung zu ihren Werkswohnungen relativ großzügige Gartenflächen, mit 1500, ja 2000 Quadratmetern. Was dort erwirtschaftet wurde, war Bestandteil des Familieneinkommens - bei den damaligen Löhnen wäre man zum Ankauf von Frühkartoffeln auch gar nicht in der Lage gewesen.
Als sich dann das sogenannte 'Wirtschaftswunder' durchzusetzen begann, konnte man plötzlich in den Zeitungen lesen: »Bürger, überlege doch einmal, was dich der im heimischen Garten gezogene Salatkopf kostet, wenn du die an ihn verwandte Arbeit in Lohnsummen umrechnest«, und dann war in der Tat rasch klar, dass man den gleichen Salatkopf, wenn auch vielleicht nicht ganz so frisch, im Supermarkt um das Dreifache billiger kaufen konnte.
. . Inzwischen beeindruckt diese Rechnung niemand mehr, denn das Lebensthema ist ein ganz anderes geworden: Es heißt Selbstverwirklichung. Am schönen Beispiel mit dem Garten kann man zeigen, wie das funktioniert: Sind die Kohlköpfe erst einmal gepflanzt, wollen sie begossen sein. Und für mindestens zehn Tage ist man damit alle einschlägigen Sinnprobleme los. Wenn man das über die ganze Breite sinnvollen selbstbestimmten Tuns erweitert, bekommt man einen Sinn dafür, wie Selbstverwirklichung geschieht, nämlich durch selbstbestimmte Verschärfung eines Außenhalts, eine Selbstbestimmung zu objektiv sinnevidenten Aufgaben, die unsere Kräfte fordert.«

Das individuell-persönliche 'Produzieren' von Sinn geschieht demnach dadurch, dass dem Menschen die »selbstbestimmte Verschärfung eines Außenhalts« gelingt - manche Menschen jonglieren sogar mit mehreren Außenhalten gleichzeitig. Damit ist der oben bereits angesprochene Gedanke gemeint, dass der moderne Mensch Sinn, Lebenssinn 'aus sich selbst heraus' produzieren muss - und dass sich (bei der ebenfalls oben skizzierten prinzipiellen Sinn-Offenheit und Sinn-Vielfältigkeit der Moderne) hierzu nichts besser eignet als ein 'fester', ein 'archimedischer Punkt' außerhalb des (sinn-offenen, sinn-suchenden) Individuums, an dem es den Hebel persönlicher Sinn-Produktion überhaupt erst ansetzen kann: eine Aufgabe, ein Ziel, ein Leitmotiv für das eigene Leben.

Im Rahmen seines Versuches, dem 'Geheimnis des Glücks' mit Hilfe der Psychologie auf die Spur zu kommen, bezeichnet Mihaly Csikszentmihalyi Menschen, denen dies gelingt, als 'autotelische' Persönlichkeiten: »Der Begriff bezeichnet wörtlich 'ein Selbst, das sich selbst die Ziele setzt', und er spiegelt den Gedanken wider, dass ein solches Individuum relativ wenig Ziele hat, die nicht dem Selbst entstammen. Für die meisten Menschen werden Ziele entweder direkt durch biologische Bedürfnisse geprägt oder durch gesellschaftliche Konventionen, und daher liegt ihr Ursprung außerhalb des Selbst. Die Hauptziele eines autotelischen Menschen entspringen der Erfahrung, wie sie in seinem Bewußtsein eingeschätzt wird, und daher dem eigentlichen Selbst.«

Menschen, die ihr Leben in dieser 'lebensglückträchtigen' Weise zu organisieren versuchen, gehen (mehr oder weniger bewusst) von demselben Grundgedanken aus: Es muss 'dort draußen' irgendwo eine Aufgabe, ein Ziel geben, das meinem Leben insgesamt, einem bestimmten Bereich oder einer speziellen Phase meines Lebens 'einen Sinn gibt': »Menschen, die ihr Leben sinnvoll finden, haben gewöhnlich ein Ziel, das herausfordernd genug ist, um all ihre Energie in Anspruch zu nehmen, ein Ziel, das ihrem Leben Bedeutung verleiht. ... Das Ziel an sich ist gewöhnlich nicht wichtig; wichtig ist, dass es die Aufmerksamkeit eines Menschen zentriert und ihn in eine machbare, erfreuliche Aktivität einbezieht.«

Doch für eine derartige Sinn-Gebung eignen sich nicht alle Aufgaben und Ziele gleichermaßen, die die ('Außen'-)Welt für uns möglicherweise bereithält. Es geht um »Selbstbestimmung zu sinnevidenten Aufgaben«. Zum einen also: Die Aufgaben haben sinnevident zu sein, der Sinn muss sozusagen auf der Hand liegen, ins Auge springen. So sind zum Beispiel Aufgabenstellungen in der Regel dann besonders sinn-stiftend und sinnevident,
. • wenn sie den einzelnen herausfordern und an einem von ihm als so 'brennend' empfundenen Bedürfnis packen, dass es für sein Empfinden gar keine andere Möglichkeit gibt, als sich dieser Aufgabe mit allen ihren dann 'eingebauten' Zwängen und sich 'aus der Sache' ergebenden Notwendigkeiten zu stellen. Dass es sich bei dieser Aufgabe um einen echten 'Außenhalt' handelt (und nicht nur um eine 'Beschäftigung zum Zeit-Totschlagen'), setzt voraus, dass sich aus dieser Aufgabe eben auch Verpflichtungen und Zwänge ergeben für die Person, die sie sich selbst gesetzt hat. Und: Einer derartigen Aufgabe wird man sich - vor allem im dritten Lebensabschnitt - nur verschreiben, wenn sie als packend, herausfordernd und belohnend empfunden wird.
Es hängt sehr von der einzelnen Person und ihrer bisherigen Lebensgeschichte ab, welche Aufgaben für sie persönlich diesen Charakter entfalten. Oft sind es Aufgaben, die man als packend und herausfordernd bereits im Beruf erlebt hat, die man nun fortsetzt ('Weitermacher'), oder an denen man modifizierend anknüpfen kann. Für viele Menschen entfalten diesen Charakter auch Aufgaben, die darin bestehen, anderen Menschen zu helfen oder Tiere und Pflanzen mit den je 'eingebauten' Notwendigkeiten zu versorgen;
. • wenn sie den Aufbau oder die Erhaltung menschlicher Beziehungen (Freundschaften, kollegiale Beziehungen) erlauben oder gar provozieren und insbesondere, wenn andere uns bedeutsame Menschen die Sinnhaftigkeit dieser Aufgabe ebenfalls und in gleicher Weise wahrnehmen und uns so in diesem Außenhalt bestätigen. Lübbe spricht in diesem Zusammenhang davon, dass es sich um eine Tätigkeit handeln muss, »die auch im sozialen Lebenszusammenhang anerkennungsträchtig ist, also auch eine soziale Rückmeldung bringt«;
. • wenn unsere Kräfte angemessen gefordert, manchmal auch leicht überfordert werden, wenn damit unsere persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen (z.B. im Berufsleben) in Anspruch genommen, eingesetzt und auch weiterentwickelt werden.

Eine 'Verschärfung des Außenhalts' über sinn-volles Tun und sinn-volle Aufgabenstellung wirkt darüber hinaus wohl nur in dem Maße 'lebensglückträchtig' und 'lebensglückverheißungsvoll',
. • in dem die Aufgabenstellung relativ selbst-bestimmt erfolgen konnte. Wir alle haben in der Regel unsere Schwierigkeit damit, Aufgaben als besonders sinn-stiftend anzusehen, wenn diese fremdbestimmt auf uns zugekommen sind, fremdkontrolliert ablaufen sollen,
. • in dem die Aufgabenstellung auch Chancen zu Erfolgserfahrungen bietet, die persönlich zugerechnet werden können, und
. • in dem die Aufgabenstellung gegenwarts- und (am besten auch) zukunftsorientiert gewählt wird. Aufgabenstellungen, die nahezu ausschließlich darum kreisen, die eigene Vergangenheit in dem Sinne zu 'bewältigen', dass nicht wahrgenommene Lebenschancen oder rückblickend als Sackgassen empfundene Lebenswege nachträglich zwanghaft immer wieder 'begründet', 'nachgeholt' oder 'gerechtfertigt' werden müssen, können wohl nur in geringem Maße sinn-stiftend wirken. So wichtig und positiv ein 'Hereinnehmen', ein Nicht-Verdrängen, ein Reflektieren der eigenen Vergangenheit gerade im dritten Lebensalter ist, so wenig sinn-stiftenden Außenhalt kann eine Vergangenheits-'Bewältigung' entfalten, die nahezu ausschließlich und zwanghaft um vergangene, nicht mehr rückholbare Lebenschancen der eigenen Person kreist.

Besonders sinnevident und einen Außenhalt bietend ist eine Aufgabe in der Regel wohl immer dann, wenn möglichst viele oder gar alle genannten Aspekte gleichzeitig angesprochen werden. Zum Beispiel: Eine junge Juristin gründet gemeinsam mit befreundeten Frauen eine neue Amnesty-International-Gruppe und empfindet dies als äußerst sinnvolle Aufgabe, da sie dabei Menschen helfen kann, aus dem Kreis der ihr wichtigen Freundinnen Anerkennung und Bestätigung erfährt, gleichzeitig ihre juristischen Kenntnisse gefragt und gefordert sind - und sie dies als selbstgewählte und frei bestimmte Aufgabe ansehen kann.

Folgt man diesen Überlegungen, so könnte die 'Formel' für 'erfolgreiches' Leben und Altern zusammenfassend wie folgt formuliert werden: Glück und Sinnhaftigkeit des Lebens ergibt sich aus einer gelungenen selbstbestimmten Verschärfung (das heißt: Entwicklung 'Zuspitzung') von möglichst sinnevidenten und sinnstiftenden Aufgabenstellungen außerhalb der eigenen Person ('Außenhalte').



Zusammengefasst, welche Charakteristika solche Aufgabenstellungen aufweisen sollten, damit die 'Arbeit' an ihnen möglichst sinn-stiftend wirken kann:

Eine persönliche Aufgabenstellung ist in der Regel besonders dann sinn-evident und wirkt insbesondere dann sinn-stiftend,
- wenn sie Verpflichtungen und Zwänge beinhaltet, deren 'Bearbeitung' von der Person, die sich der Aufgabe verschrieben hat, als notwendig, herausfordernd und befriedigend erlebt wird,
- wenn sie von anderen Menschen anerkannt und/oder geteilt wird, wenn sie mit anderen Menschen verbindet,
- wenn bereits erworbene Kompetenz ohne stärkere Überforderung dabei in Anspruch genommen und/oder weiterentwickelt wird,
- wenn die Aufgabenstellung relativ selbstbestimmt und das Ausmaß an Aktivität relativ selbstgewählt erfolgen kann.



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Re: Frohe und gesegmete Weihnachten und ein gesundes, zufriedenes Neues Jahr 2013

Beitrag von Jopi » 31.12.2012, 18:01

vor lauter lesen hats mir für die weihnachtsgrüße nicht mehr gereicht.
darumm allen: einen guten rutsch, ein gesundes, glückliches und erfolgreiches 2013

jopi

[(:-DD-(:] lasst es richtig knallen




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