Anschaffung eines Fahrrades

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Centurion
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Anschaffung eines Fahrrades

Beitrag von Centurion » 29.04.2011, 09:14

Der ältere Junior wird nun langsam sicherer mit seinem Kinderfahrrad und möchte auch mal kleinere Ausflüge mit mir machen. Da ich mich hiermit überhaupt nicht auskenne, aber weiss, dass hier einige Fahrradfreaks unterwegs sind, möchte ich um Tipps bitten.

Anforderungen:
- kein Highend, aber zumindest ein bisschen Komfort
- vernünftiger Preis
- Fahrten auf Strassen (also strassenverkehrstauglich)
- auch mal Schotterwege, Wald, Wiese

Geht also wohl Richtung Trekking Bike. Eine Kollegin hat mir dieses empfohlen: http://www.sportmall.eu/trekking-bike-w ... 525-c-964/

Auch wenn die dt. Übersetzung nicht perfekt ist, ist das was vernünftiges? Auf was sollte ich unbedingt achten? An anderer Stelle habe ich gelesen, man sollte besser im Fachgeschäft kaufen, da dort auch die entsprechenden Einstellungen für mich gemacht werden. Wichtig?

Danke vorab!


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skatefreaks
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Re: Anschaffung eines Fahrrades

Beitrag von skatefreaks » 29.04.2011, 09:41

Keine Ahnung von sowas würde da aber auch zum Fachhandel tendieren. Für eine Runde mit dem Sohnemann ist das ja fast schon overdressed oder?



Centurion
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Re: Anschaffung eines Fahrrades

Beitrag von Centurion » 29.04.2011, 10:18

Evtl. ja. Andererseits denke ich darüber nach, mit dem Fahrrad dann auch zur Arbeit zu fahren (3km).

Du meinst also, besser jetzt eine Nr. kleiner und bei Bedarf später was besseres?


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traut
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Re: Anschaffung eines Fahrrades

Beitrag von traut » 30.04.2011, 08:36

[quote=Centurion]
Der ältere Junior wird nun langsam sicherer mit seinem Kinderfahrrad und möchte auch mal kleinere Ausflüge mit mir machen. Da ich mich hiermit überhaupt nicht auskenne, aber weiss, dass hier einige Fahrradfreaks unterwegs sind, möchte ich um Tipps bitten.

Anforderungen:
- kein Highend, aber zumindest ein bisschen Komfort
- vernünftiger Preis
- Fahrten auf Strassen (also strassenverkehrstauglich)
- auch mal Schotterwege, Wald, Wiese

Geht also wohl Richtung Trekking Bike. Eine Kollegin hat mir dieses empfohlen: http://www.sportmall.eu/trekking-bike-w ... 525-c-964/

Auch wenn die dt. Übersetzung nicht perfekt ist, ist das was vernünftiges? Auf was sollte ich unbedingt achten? An anderer Stelle habe ich gelesen, man sollte besser im Fachgeschäft kaufen, da dort auch die entsprechenden Einstellungen für mich gemacht werden. Wichtig?

Danke vorab![/quote]

Erst mal: wie groß ist der "Junior"? Überragt er dich bereits oder ist er noch ein Kind? Trekkingbikes sind meist 28-Zoll-Räder. Für einen Jugendlichen sind 26-Zöller oft geeigneter, wobei die Räder mit fetten Reifen genau so groß sind wie schmale 28-Zöller.

Das genannte erfüllt in vielerlei Hinsicht nicht deine Anforderungen. Für die Straße ist für mich Mindestausstattung ein Nabendynamo, LED-Scheinwerfer und LED-Rücklicht mit Standlicht. Daran trennt sich schon mal Spreu vom Weizen der Blender-Angebote.

Typische Blender-Angebote sind auch, dass auf einer einzigen, gut sichtbaren Komponente der Schaltung etwas höherwertiges verbaut wird (z.B. gerne Shimano Deore), alle anderen Komponenten aber aus deutlich einfacheren Serien stammen - also quasi als Auto mit Leder-Sport-Lenkrad und Gartenstühlen. Ehrliche Angebote verwenden alles aus der gleichen Serie, oder aber gezielt bei manchen Komponenten andere Hersteller als Shimano. Solche Angebote findet man schon in der ab-500Euro-Klasse, meist aber erst ab 1000 Euro. So viel willst du wohl nicht ausgeben, achte aber auf solche Details.

Wichtig für das Rad ist das Wohlgefühl. Das wird vor allem durch Lenker und Sattel bestimmt - und beide sind nach eigenen Vorlieben austauschbar. Wichtig ist daher eher, dass die Basis darunter stimmt. Mein Rat geht daher eher zum Fachgeschäft, das echte Probefahrten anbietet.

Für ein Alltagsrad rate ich von Federgabeln ab: die hier verbaute ist ein Billigmodell, wo dein Junior wohl weder einstellen noch pflegen mag. Sie funktioniert daher jetzt schon nicht richtig, in ein paar Jahren überhaupt nicht mehr und ist nur noch schwerer Ballast, womöglich sogar gefährlich. Gute Läden bieten weiterhin auch klassische Starrgabeln an. Die haben obendrein den Vorteil, wenn mit Lowrider-Ösen gekauft, dass man für Radreisen dort einen Gepäckträger montieren kann.

Federung erreicht man einfacher durch fette Reifen (ohne Profil, das brauchen nur die echten Geländefahrer), Leichtlauf erreicht man durch hohen Reifendruck (z.B. mehr als 5 bar bei mehr als 35 mm Reifenbreite).

Persönlich würde ich ganz unspektakulär zu einer 7-, 8- oder 9-fach Nabenschaltung raten. Denen fehlt aber der Coolness-Faktor. Nimm also was mit 21, 24 oder 27 Gängen als Kettenschaltung. Nimm aber auch da ein Rad mit Kettenschutz - uncool, aber praktisch.

Gute Läden erkennst du übrigens auch daran, dass nach einigen Wochen oder hunderten von Kilometern eine Erstinspektion im Preis inbegriffen ist - und diese Inspektion ist dringend anzuraten, weil dann nochmals alles mögliche nachgestellt werden muss.





Centurion
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Re: Anschaffung eines Fahrrades

Beitrag von Centurion » 30.04.2011, 23:02

"Erst mal: wie groß ist der "Junior"?"

120cm, aber das ist, wie Skatefreaks erwähnt hat, diesbzgl. nebensächlich. Es geht hier nur um MICH![;)]


"meist aber erst ab 1000 Euro. So viel willst du wohl nicht ausgeben, achte aber auf solche Details."

Das widerspricht sich aber leider, oder zumindest teilweise.


"Wichtig für das Rad ist das Wohlgefühl. Das wird vor allem durch Lenker und Sattel bestimmt - und beide sind nach eigenen Vorlieben austauschbar."

Das hoffe ich, vor allem wegen des Sattels (aua!). Ach so, hatte es noch nicht erwähnt. Komme gleich dazu.


"dass man für Radreisen dort einen Gepäckträger montieren kann" - Ist möglich, auch Kindersitz geht (für den zweiten Junior).


"Nimm also was mit 21, 24 oder 27 Gängen" - 24.


"Gute Läden erkennst du übrigens auch daran, dass nach einigen Wochen..." - In 1 Monat.

Danke, Traut, für die zahlreichen Tipps. Ich war heute in einem Sportgeschäft und habe ein Fahrrad gekauft. Ein paar erste Infos sind weiter oben schon angegeben, morgen nach - je nach Wetterlage - intensiverem Testen mehr.


"und er braucht was schnelles, damit der Sohnemann nicht weg fährt"

Zur Sicherheit habe ich ihm heute die Stützräder abgebaut, hehe. Jetzt hat er keine Chance mehr gegen den [img]http://www.cheesebuerger.de/images/midi ... n/a042.gif[/img] .


"wichtiger als das alter : wie gross isser?"

Du Schlingel...


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skatefreaks
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Re: Anschaffung eines Fahrrades

Beitrag von skatefreaks » 01.05.2011, 17:27

Na sieht doch gut aus. Wenn es jetzt noch gut fährt ist doch alles gut.
Für mich wäre das eh nix Federung ist reine Energievernichtung. HeHe.
Im Sommer mache ich dann mal eine Probefahrt. Dann Gebe ich meinen Kommentar dazu ab.



traut
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Re: Anschaffung eines Fahrrades

Beitrag von traut » 01.05.2011, 18:23

naja, so wie abgebildet erfüllt das Teil genau all jene Kriterien, warum man sowas nicht nehmen sollte: allereinfachste Komponenten, bald defekte Federgabel und Sattelstütze, nicht für den Straßenverkehr zugelassen.

Hoffen wir, dass der Händler rettet was zu retten ist.



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