Wie in den Vorjahren kann man sich zum Prime Day wieder Abos zum Nulltarif sichern. Aber Achtung: Die Probe-Abos enden nicht automatisch, außerdem kann es weitere Einschränkungen geben. Discountfan.de liefert einen Überblick.
3 Monate Audible zum Nulltarif
Wer jetzt abschließt, kann sich bis Mitte Oktober Hörbücher zum Nulltarif sichern. Normalerweise läuft der Gratis-Zeitraum bei der Amazon-Tocher Audible nur einen Monat, zum Prime Day wurde dies auf drei Monate verlängert. Also: Geldbeutel zu, Lauscher auf und rein in den Hörbuch-Genuss…
3 Monate „Kindle Unlimited“ gratis
Wer lieber liest statt hört, sollte hier zugreifen: Drei Monate „Kindle Unlimited“ gibt es für Neukunden komplett gratis. Mit dabei sind auch zahlreiche Hörbücher. Ab dem vierten Monat würden jeweils 11,75 Euro anfallen, allerdings kann man vorher kündigen. Wermutstropfen: Wer die Leseflatrate schon ausprobiert hat, erhält keinen Gratis-Zeitraum. Statt dessen gibt es zwei Monate für je 4,99 Euro – immerhin spart man so noch knapp 20 Euro.
3 Monate „Amazon Music Unlimited“ gratis
Auch Musikfreunde können sich freuen: Drei Monate „Amazon Music Unlimited“ gibt es komplett gratis. Wer schon ein Abo hat, geht leer aus. Nach den ersten drei Monaten wird man mit 10,99 Euro monatlich zur Kasse gebeten, mit Prime-Abo sind es reduzierte 8,99 Euro. Discountfan-Tipp: Wer das Abo nur auf einem Echo-Gerät oder Fire-TV nutzt, zahlt reduzierte 4,99 Euro. Studenten werden mit 5,99 Euro pro Monat zur Kasse gebeten.
Mit der Unlimited-Variante von “Prime Music” kann man auf über 90 Millionen Titel zugreifen, außerdem gibt es Podcasts und die Möglichkeit, Alben und Playlists herunter zu laden. Mit der Unlimited-Variante von “Prime Music” kann man auf über 90 Millionen Titel zugreifen, außerdem gibt es Podcasts und die Möglichkeit, Alben und Playlists herunter zu laden.
Video-Channels 30 Tage gratis
Hier gibt’s was auf die Augen – für lau: Mit dabei sind unter anderem RTL Crime, ARD Plus, Netzkino Select, MGM+, FlimmerkisteTV und der BBC Player. Aber Achtung: Nach Ablauf der 30 Tage hat man ein normales Abo am Hals, das auch bezahlt werden muss. Bei MGM+ würden dann beispielsweise 3,99 Euro pro Monat anfallen.
Alle digitalen Angebote sind nur für Prime-Kunden nutzbar und nur bis zum 12. Juli buchbar – danach gelten wieder die kürzeren Probeabozeiten. Wer also jetzt zuschlägt, kann sich die längeren Zeiträume noch sichern.
Hintergrund: Probeabos rund um den Prime Day
Der Prime Day ist nicht nur für klassische Warenangebote aus den Bereichen Technik, Haushalt, Mode oder Spielzeug relevant. Amazon nutzt den Aktionszeitraum seit Jahren auch, um digitale Dienste mit verlängerten Testphasen zu bewerben. Dazu gehören Hörbücher, E-Books, Musikstreaming und Videokanäle. Für Kunden kann das attraktiv sein, weil sie Dienste über mehrere Wochen oder Monate testen können, ohne sofort reguläre Monatsgebühren zahlen zu müssen.
Wichtig ist jedoch die Unterscheidung zwischen einem kostenlosen Testzeitraum und einem dauerhaft kostenlosen Angebot. Bei den meisten digitalen Probeabos handelt es sich um reguläre Abonnements, die nach Ablauf der Testphase automatisch kostenpflichtig weiterlaufen. Wer nur den Gratiszeitraum nutzen möchte, muss daher rechtzeitig kündigen oder die automatische Verlängerung deaktivieren.
Warum Anbieter verlängerte Testzeiträume anbieten
Verlängerte Probezeiträume sind ein klassisches Instrument zur Kundengewinnung. Dienste wie Audible, Kindle Unlimited oder Amazon Music Unlimited profitieren davon, wenn Nutzer mehrere Wochen Zeit haben, sich an die jeweilige Plattform zu gewöhnen. Je länger ein Dienst im Alltag genutzt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden nach dem kostenlosen Zeitraum dabei bleiben.
Gerade bei digitalen Inhalten spielt Gewohnheit eine große Rolle. Wer Hörbücher über Audible hört, Lesestoff über Kindle Unlimited findet oder Playlists bei Amazon Music erstellt, baut innerhalb weniger Wochen persönliche Nutzungsroutinen auf. Diese Gewöhnung ist für Anbieter wertvoll, weil ein späterer Wechsel zu einem anderen Dienst mit Aufwand verbunden sein kann.
Für Verbraucher sind solche Aktionen dennoch interessant, wenn sie bewusst genutzt werden. Entscheidend ist, die Bedingungen und Folgekosten von Anfang an einzuplanen.
Automatische Verlängerung beachten
Der wichtigste Punkt bei allen genannten Angeboten ist die automatische Verlängerung. Nach Ende des kostenlosen Zeitraums wird das Abo in der Regel kostenpflichtig fortgeführt. Die Abbuchung erfolgt dann über das im Amazon-Konto hinterlegte Zahlungsmittel.
Das ist bei digitalen Diensten üblich, führt aber immer wieder zu unerwarteten Kosten, wenn Nutzer das Ende des Probezeitraums vergessen. Besonders bei mehreren gleichzeitig aktivierten Testabos kann schnell der Überblick verloren gehen.
Sinnvoll ist daher, direkt nach Abschluss eines Probeabos eine Erinnerung im Kalender zu setzen. Diese sollte nicht erst am letzten Tag erscheinen, sondern einige Tage vorher. So bleibt ausreichend Zeit, das Abo zu prüfen und bei Bedarf zu kündigen.
Audible: Hörbücher für mehrere Monate testen
Audible gehört zu den bekanntesten Hörbuchdiensten im deutschsprachigen Raum. Der Dienst bietet eine große Auswahl an Romanen, Sachbüchern, Krimis, Ratgebern, Biografien, Kinderhörbüchern und exklusiven Audioinhalten. Für viele Nutzer ist Audible besonders interessant, weil Hörbücher flexibel im Alltag gehört werden können.
Typische Nutzungssituationen sind:
- Pendeln zur Arbeit
- Autofahrten
- Sport
- Hausarbeit
- Reisen
- Entspannung vor dem Einschlafen
Ein dreimonatiger Testzeitraum ist für Hörbücher deutlich aussagekräftiger als ein kurzer Probezeitraum von wenigen Tagen. Viele Hörbücher haben Laufzeiten von zehn, zwanzig oder mehr Stunden. Wer nur gelegentlich hört, benötigt entsprechend länger, um den Dienst realistisch zu beurteilen.
Kindle Unlimited: Digitale Leseflatrate
Kindle Unlimited richtet sich an Nutzer, die regelmäßig E-Books lesen. Der Dienst bietet Zugriff auf eine große Auswahl an digitalen Büchern, Magazinen und teilweise auch Hörbüchern. Dabei handelt es sich nicht um einen Kauf einzelner Titel, sondern um eine Flatrate. Die Inhalte können während des aktiven Abos gelesen werden.
Für Vielleser kann ein solcher Dienst interessant sein, wenn regelmäßig passende Titel im Katalog enthalten sind. Wer hingegen nur einzelne Bestseller bestimmter Verlage lesen möchte, sollte genau prüfen, ob diese tatsächlich verfügbar sind. Nicht jedes aktuelle Buch ist automatisch Teil einer Flatrate.
Ein Vorteil digitaler Lesedienste liegt in der sofortigen Verfügbarkeit. Bücher können ohne Lieferzeit heruntergeladen und auf Kindle-Geräten, Tablets, Smartphones oder in Apps gelesen werden.
Unterschied zwischen Kauf und Flatrate
Bei digitalen Inhalten ist die Frage wichtig, ob ein Titel gekauft oder nur im Rahmen eines Abos genutzt wird. Wird ein E-Book einzeln gekauft, bleibt es in der Regel dauerhaft im Kundenkonto verfügbar. Bei einer Flatrate wie Kindle Unlimited endet der Zugriff dagegen, sobald das Abo beendet wird.
Dieses Prinzip ähnelt Musik- und Videostreaming. Nutzer erwerben nicht dauerhaft einzelne Inhalte, sondern zahlen für den zeitlich begrenzten Zugang zu einer Bibliothek.
Für Verbraucher ist diese Unterscheidung wichtig. Wer ein bestimmtes Buch dauerhaft besitzen möchte, ist mit einem Einzelkauf möglicherweise besser bedient. Wer dagegen viele verschiedene Titel ausprobieren möchte, kann von einer Flatrate profitieren.
Amazon Music Unlimited: Musikstreaming über Prime hinaus
Amazon Music Unlimited unterscheidet sich vom in Prime enthaltenen Musikangebot durch einen deutlich größeren Katalog und zusätzliche Funktionen. Musikstreaming hat sich in den vergangenen Jahren stark verbreitet und ersetzt für viele Nutzer den Kauf einzelner Alben oder Downloads.
Ein großer Vorteil liegt in der sofortigen Verfügbarkeit von Millionen Titeln. Nutzer können Playlists erstellen, Alben speichern, Podcasts hören und Inhalte für die Offline-Nutzung herunterladen.
Die verschiedenen Preismodelle zeigen, dass Amazon unterschiedliche Nutzergruppen ansprechen möchte. Wer Musik nur auf einem Echo-Gerät oder Fire-TV nutzt, kann unter Umständen ein günstigeres Modell wählen. Studenten erhalten ebenfalls reduzierte Konditionen. Für Haushalte mit mehreren Personen können Family-Tarife relevant sein, auch wenn diese im genannten Angebot nicht im Mittelpunkt stehen.
Podcasts und Offline-Funktion
Neben Musik sind Podcasts ein wichtiger Bestandteil vieler Streamingdienste geworden. Sie decken Themen wie Nachrichten, Wissen, Unterhaltung, Sport, Wirtschaft, Geschichte oder True Crime ab. Für viele Nutzer gehören Podcasts inzwischen fest zum Alltag.
Die Möglichkeit, Inhalte herunterzuladen, ist besonders praktisch. Musik, Podcasts oder Hörbücher können damit auch ohne Internetverbindung genutzt werden. Das ist auf Reisen, im Flugzeug, in der Bahn oder bei begrenztem Datenvolumen hilfreich.
Gerade bei Streamingdiensten sollte man jedoch darauf achten, dass heruntergeladene Inhalte meist nur innerhalb der jeweiligen App und nur während eines aktiven Abos verfügbar bleiben.
Prime Video Channels: Zusatzabos im Videobereich
Prime Video Channels sind Zusatzkanäle, die über Amazon gebucht und verwaltet werden können. Sie ergänzen das normale Prime-Video-Angebot um spezielle Inhalte einzelner Anbieter. Dazu gehören etwa Filmkanäle, Serienangebote, Dokumentationen oder Spartensender.
Der Vorteil liegt in der zentralen Verwaltung über das Amazon-Konto. Kunden müssen sich nicht bei jedem Anbieter separat registrieren. Die Abrechnung erfolgt ebenfalls über Amazon.
Der Nachteil besteht darin, dass jeder Channel ein eigenes Abo darstellen kann. Wer mehrere Kanäle testet, sollte besonders sorgfältig prüfen, welche Abos aktiv sind und wann sie kostenpflichtig werden.
Überblick behalten bei mehreren Testabos
Gerade Prime-Day-Aktionen verleiten dazu, mehrere Gratisangebote gleichzeitig zu aktivieren. Audible, Kindle Unlimited, Music Unlimited und Video-Channels können zusammen eine große Auswahl an digitalen Inhalten bieten. Gleichzeitig steigt damit aber auch das Risiko, Kündigungsfristen zu übersehen.
Eine einfache Übersicht kann helfen. Nutzer können sich notieren:
- Name des Dienstes
- Startdatum
- Ende des kostenlosen Zeitraums
- regulärer Monatspreis
- Kündigungsfrist
- gewünschte Entscheidung: behalten oder kündigen
Diese Liste kann in einer Notiz-App, im Kalender oder in einer einfachen Tabelle geführt werden. Wichtig ist, sie direkt nach Aktivierung der Probeabos anzulegen.
Kündigung digitaler Abos
Digitale Amazon-Abos lassen sich in der Regel über das Kundenkonto verwalten. Dort können aktive Mitgliedschaften, Channels und Zusatzdienste eingesehen und gekündigt werden. Je nach Dienst kann der genaue Menüpunkt unterschiedlich heißen.
Nach einer Kündigung bleibt der Zugang häufig bis zum Ende des bereits bezahlten oder kostenlosen Zeitraums bestehen. Das bedeutet, dass man nicht unbedingt bis zum letzten Tag warten muss. Wer sicher gehen möchte, kann ein Probeabo oft unmittelbar nach Abschluss kündigen und den Gratiszeitraum dennoch nutzen.
Vor der Kündigung sollte jedoch geprüft werden, ob dies beim jeweiligen Angebot tatsächlich so gehandhabt wird. Die Bedingungen können je nach Dienst variieren.
Datenschutz und Nutzungsprofile
Digitale Dienste analysieren das Nutzungsverhalten, um Empfehlungen zu verbessern. Audible schlägt Hörbücher vor, Kindle Unlimited empfiehlt weitere Titel, Music Unlimited erstellt Musikvorschläge und Video-Channels zeigen passende Filme oder Serien an.
Diese Personalisierung kann praktisch sein, bedeutet aber auch, dass Nutzungsdaten verarbeitet werden. Dazu können gehörte, gelesene oder gestreamte Inhalte, Nutzungsdauer, Suchanfragen und Geräteinformationen gehören.
Nutzer sollten sich bewusst sein, dass digitale Inhalte nicht anonym konsumiert werden. Wer Wert auf Datenschutz legt, sollte die jeweiligen Konto- und Datenschutzeinstellungen prüfen.
Digitale Inhalte und Gerätebindung
Ein weiterer Punkt betrifft die Nutzung auf verschiedenen Geräten. Amazon-Dienste sind in der Regel eng mit dem Amazon-Konto verbunden. Inhalte können auf Smartphones, Tablets, Computern, Kindle-Geräten, Fire-TV-Geräten oder Echo-Geräten genutzt werden, sofern der jeweilige Dienst unterstützt wird.
Diese Kontobindung hat Vorteile, weil Fortschritt, Favoriten und Empfehlungen synchronisiert werden. Gleichzeitig sind viele Inhalte an die Plattform gebunden. Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter bedeutet daher meist, dass persönliche Listen, Downloads oder Nutzungsverläufe nicht einfach übertragen werden können.
Für wen sich die Aktionen lohnen können
Die Angebote sind vor allem für Nutzer interessant, die die jeweiligen Dienste ohnehin ausprobieren wollten oder in den kommenden Wochen tatsächlich Zeit für Hörbücher, E-Books, Musik oder Filme haben. Ein kostenloser Testzeitraum bringt nur dann einen echten Nutzen, wenn der Dienst auch aktiv verwendet wird.
Wer bereits viele digitale Abos nutzt, sollte dagegen prüfen, ob zusätzliche Testabos nicht eher unübersichtlich werden. Mehrere parallele Dienste können zwar kurzfristig attraktiv sein, führen aber nach Ablauf der Gratisphasen zu laufenden Kosten.
Besonders sinnvoll ist es, vorab zu überlegen, welcher Dienst am besten zum eigenen Alltag passt. Wer täglich pendelt, profitiert möglicherweise stärker von Audible. Wer viel liest, sollte Kindle Unlimited prüfen. Wer häufig Musik hört, kann Music Unlimited testen. Wer gezielt Filme oder Serien aus bestimmten Sparten sucht, kann einzelne Video-Channels betrachten.
Fazit zur Einordnung
Die Prime-Day-Angebote für digitale Dienste können eine gute Gelegenheit sein, mehrere Amazon-Angebote über längere Zeiträume kostenlos zu testen. Die verlängerten Probephasen sind im Vergleich zu regulären Testzeiträumen oft attraktiver und ermöglichen eine realistischere Einschätzung der jeweiligen Dienste.
Entscheidend bleibt jedoch, die automatische Verlängerung zu beachten. Aus kostenlosen Testabos können nach Ablauf der Frist reguläre kostenpflichtige Mitgliedschaften werden. Wer nur den Gratiszeitraum nutzen möchte, sollte daher sofort Erinnerungen setzen oder die Kündigung frühzeitig prüfen.
Insgesamt bieten die Aktionen vor allem dann einen Mehrwert, wenn sie bewusst genutzt und sauber verwaltet werden. Wer den Überblick über Laufzeiten, Preise und Kündigungsfristen behält, kann die digitalen Inhalte mehrere Wochen oder Monate ausprobieren, ohne später von unerwarteten Kosten überrascht zu werden.
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