Abzocke: Verbraucher zahlen bei Verpackungen drauf  
 
Nach wie vor wird der Kunde durch falsche Füll-Angaben auf Verpackungen abgezockt. Wie der Bundesverband der Verbraucherzentralen jetzt mitgeteilt hat, sind durch den Verpackungsbetrug beim Käufer Schäden in Millionenhöhe entstanden. Die Organisation fordert mehr Kontrollen und härtere Strafen.

Laut der kürzlich veröffentlichten bundesweiten Statistik der Füllmengenkontrolle für das Jahr 2003 enthalten sechs Prozent der Produkte im Mittel weniger Inhalt als auf der Verpackung angegeben. Bei unverpackten Artikeln wie Backwaren und Produkten ungleicher Füllmenge wie Fleisch seien die Abweichungen so groß gewesen, dass jedes siebte bis achte Produkt gar nicht hätte in Verkehr gebracht werden dürfen, bei offen verpacktem Obst und Gemüse sogar jedes dritte.

"Viele Unternehmen kassieren die Verbraucher durch systematische Unterfüllungen ab ohne Sanktionen befürchten zu müssen", kritisiert der Verbraucherschützer Patrick von Braunmühl. Nach wie vor blieben in den meisten Fällen die Namen von Unternehmen, die Verbraucher durch zu gering befüllte Verpackungen prellen, ein Staatsgeheimnis.

Aufgrund der andauernd schlechten Erfahrungen mit dem Mittelwertsprinzip fordert der Verband die Einführung einer Mindestfüllmenge: "Was drauf steht muss mindestens auch drin sein - und zwar bei jedem einzelnen Produkt", so von Braunmühl. Der Grund: Kleine Abweichungen summierten sich zu Unrechtgewinnen in dreistelliger Millionenhöhe.

Die derzeit geltende Fertigpackungsverordnung geht noch auf das Jahr 1972 zurück. Demnach müssen Unternehmen die auf der Packung angegebene "Nennfüllmenge" lediglich "im Mittel" einhalten. Zudem seien in Abhängigkeit von der Nennfüllmenge Abweichungen vom Nennwert von bis zu 18 Prozent (bei Waren von 5 bis 50 Gramm) gestattet.

Wie groß der Schaden ist, belegen die Verbraucherschützer durch eine Beispielrechnung: Laut Füllmengenstatistik 2003 hätten 35,7 Prozent der untersuchten offenen Verpackungen von Obst, Kartoffeln, Gemüse und Nüssen nicht in Verkehr gebracht werden dürfen. Wenn diese unzulässigen Abweichungen in 35,7 Prozent der Fälle auch für Erdbeeren zuträfen, sei schnell ein Millionenschaden entstanden. Die süßen Früchte werden üblicherweise in 500 Gramm-Schälchen verkauft. Zulässig sind bei offenen Verpackungen mit einer Nennfüllmenge von 500 Gramm Abweichungen von 3 Prozent, das heißt 15 Gramm. 2002/2003 wurden pro Kopf in Deutschland 2,3 Kilogramm Erdbeeren gekauft. Bei 82,5 Millionen Bundesbürgern und einem durchschnittlichen Kilopreis von 3,8 Euro erhält man einen zuviel bezahlten Betrag in Höhe von mindestens 7,72 Millionen Euro (2,3 Kilogramm mal 82,5 Millionen Bundesbürger mal 35,7 Prozent mal drei Prozent mal 3,80 Euro).

(geschrieben am 22. März 2005)


Artikel versendenArtikel empfehlen Artikel druckenArtikel Drucken Zum ForumZum Forum StartseiteZur Startseite

Schnäppchen ab 1 Euro ersteigern...

Disclaimer

(c) 1997 - 2010 Fiuweb Services GmbH - Sämtliche redaktionellen Texte urheberrechtlich geschützt, Veröffentlichung nur gegen ausdrückliche Genehmigung des Herausgebers. Weitere Hinweise hierzu im Impressum. Beachten Sie auch unsere Datenschutzerklärung. Discountfan.de übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Bei direkten oder indirekten Verweisen auf fremde Internetseiten ("Links"), die außerhalb des Verantwortungsbereiches des Autors liegen, würde eine Haftungsverpflichtung ausschließlich in dem Fall in Kraft treten, in dem der Autor von den Inhalten Kenntnis hat und es ihm technisch möglich und zumutbar wäre, die Nutzung im Falle rechtswidriger Inhalte zu verhindern. Für das Forum gelten spezielle Regeln.
>> kompletter Disclaimer

Surftipps: + + + Aldifan + + + Adventskalender + + + Online-Rechner + + + Riestern + + +


SUCHE  
Suche nach:

Alternative:
News-Archiv durchstöbern

NEWSFLASH  
T O P N E W S :
>> Citydeal: Aral-Gutschein über zehn Euro für fünf Euro

 
>> Gratis: Handy LG GB 102 zum Funkuhr-Probeabo für neun Euro
 
>> Dailydeal: 66 Prozent mit Aral-Gutschein sparen
 
>> Ebay: Vier Poloshirts für 14,99 Euro frei Haus
 
>> Lidl: Oster-Schnäppchen und laktosefreie Artikel
 
>> Lambertz: Osternest mit Leckereien für 9,95 Euro frei Haus
 
>> Penny: Rabatt-Gutscheine für Legoland zum Einkauf dazu
 
>> Aldi-Süd: Digicam Traveler DC-12 und LCD-TV-Kombi
 
>> Ebay: Zwölf Eneloop-Akkus plus Ladegerät für 18,99 Euro frei Haus
 
>> McDonalds: Rabatt-Coupons zum kostenlosen Download
 
>> Gratis: Upgrade auf Office 2010 beim Kauf von Office 2007
 
>> Lidl-Shop: Schnäppchen für Radler und Inline-Skater
 
>> Neckermann: 15 Prozent Rabatt auf Mode und Heimtextilien
 
>> Amazon: Bis zu 50 Euro Rabatt auf Logitech-Produkte
 
>> Gratis: TV-Spielfilm im Jahresabo zum Nulltarif
 
>> Ebay: UMTS-Handy Vodafone 725 für 39,99 Euro frei Haus
 
>> ALLE NEWS MÄRZ 2010